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title: "Ökumenischer Oberuzwiler Chilbi-Gottesdienst 2026"
author: "Kulturtröckli-News"
published: 2026-11-01
region: "Uzwil"
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publisher: RegioTicker
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---# Ökumenischer Oberuzwiler Chilbi-Gottesdienst 2026

**Trotz wirklich misslicher Bedingungen erlebte die Feier einen richtigen Ansturm. 60 Stühle hatten bei Weitem nicht ausgereicht. Das Heim hatte viele Decken aufgelegt. Die Nähe zueinander und die an vier Ecken aufgestellten Heizkörperchen wärmten ebenfalls, auch die frohmachende Musik trug dazu bei.**

Der Rock-My-Soul-Chor – ein adhoc-Chörli -, wurde wegen der vielen Anwesenden auf das Katzenbänkli verbannt. Er bereicherte die Feier mit mehreren eingängigen Gospelsongs. Dabei hatte er jedoch gegen prasselnden Regen und zwitschernde Vögel anzukämpfen. Doch schon das Eingangslied zündete: «I Will Follow Him», bekannt aus dem Film «Sister Act», schwungvoll begleitet vom langjährigen Organisten Christian Schneebeli. Henry Wick begleitete gekonnt am Cachon und gab diesem und auch anderen Liedern zusätzlichen «Groove».

**«Worauf setzest du?»**

Schon bei der Begrüssung hatten die beiden Seelsorger das Thema gesetzt. «Worauf setzest du», war die Frage. Auf einem Tischchen lag ein Casino-Teppich. Es ging darum, auf die richtige Farbe zu setzen – Rot oder Schwarz? Zwei verschiedene Typen standen zur Diskussion. Paul Hoch markierte den Sicherheits-Typ -also Schwarz. Nur ja kein Risiko eingehen! René Schärer sah das Casino eher als Spass, wollte allfälligen Gewinn später im Oxä-Zelt verjubeln, fand Rot gut.

Mit einem Text aus der Bergpredigt – Matthäus 6; 19-21 sowie Vers 24 – wurde dies später vertieft. In einer Dialog-Predigt machten sich die beiden Seelsorger René Schärer und Paul Hoch Gedanken zum richtigen Umgang mit Geld. Sind wir Menschen Herr über das Geld oder ist es oft nicht gerade umgekehrt? Allerdings ist es schwierig, in unserer heutigen Welt ganz ohne Geld zu leben. In Amerika steht auf der Dollarnote «In God We Trust» – «auf Gott vertrauen wir» – heute ist man versucht, das als «in Gold We Trust» – oder eben «auf Gold vertrauen» zu verstehen. Man sieht es momentan mit Blick auf die Weltpolitik, wie superreiche Menschen versuchen, mit ihrer Macht die Welt nach ihren Vorstellungen umzubauen. Der Bibeltext aus der Bergpredigt sagt es klipp und klar: «Du kannst nicht zwei Herren dienen…»

**Wofür brenne ich?**

Dazu stellten die zwei Seelsorger sich und der Zuhörerschaft die Frage: «Wofür brenne ich? Für möglichst hohen Lebensstandard? Oder eher für gute Beziehungen mit meinen Mitmenschen?» Wie wichtig sind doch Beziehungen, der Mensch ist allein kaum überlebensfähig. Es gibt Schätze, die durch kein Geld aufzuwiegen sind. «Himmlische» Schätze wie etwa ein Engagement für die Mitmenschen bereichern das Leben, sind von Bestand. Soziales Denken, das zeigt auch die Wissenschaft, ist vernünftig und bereichernd. Der Blick allein auf Geld und Karriere kann dagegen recht einsam machen.

**Kollekte**

Auch in der Gegend rund um Oberuzwil gibt es Menschen, denen es an materiellen Dingen fehlt. Deshalb haben die beiden Kirchgemeinden diesmal die [Markthalle Uzwil](https://www.markthalle-uzwil.ch/index.html) als Empfängerin der Kollekte ausgewählt. Hier verteilen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer günstig Lebensmittel an solche Personen. Damit verband sich das Motto zwischen Geld und Herzensgüte auf ganz spezielle Weise.

Webseiten der beiden Oberuzwiler Kirchgemeinden

[Galluspfarrei Oberuzwil](https://www.kath-uzwil.ch/pfarreien/oberuzwil/kirche-ou)

[Evangelische Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil](https://www.ref-oberuzwil.ch/)

**Chilbi-Konzert**

Am Nachmittag fand im Zelt vor dem Oxä ein Konzert mit dem Duo [Vlada & Andreas Hausammann](https://www.seinaarau.ch/2015/11/25/vlada-andreas-hausammann/) statt, engagiert von den beiden Kirchgemeinden. Dabei fiel die ausdrucksstarke Gestik [VLADAS](https://vladamusic.com/media) auf, der sich zu den von ihm komponierten Songs ständig elegant bewegte. In seinem Gesicht waren die gesungenen Emotionen eindrücklich abzulesen. Und Andreas Hausamman benutzte gekonnt die ganze Vielfalt seines Keyboard, da blieb keine Taste unberührt. Viele hörten den zwei Musikern konzentriert zu, andere führten ihre Diskussionen einfach weiter. Doch die beiden Musiker liessen sich davon nicht beirren und legten ihre volle Aufmerksamkeit auf ihre Darbietungen, die in unterschiedlicher Art und Weise von Liebe in all ihren Facetten handelten. Die Fans ihrer Musik bedankten sich mit lautstarkem Applaus.

["Mein Kulturtröckli" von Annelies Seelhofer-Brunner](https://www.kulturnotizen.ch/)

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