Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Jonschwil schliesst rund Fr. 620'000 besser ab als budgetiert. Trotz dieser Besserstellung sind die finanziellen Aussichten getrübt und der Gemeinderat muss für das Jahr 2026 der Bürgerversammlung eine Steuerfusserhöhung beantragen.
Statt mit einem budgetierten Aufwandüberschuss von Fr. 1‘889‘400.00 resultiert für das Jahr 2025 ein Aufwandüberschuss von Fr. 1‘265‘701.53, welcher der Ausgleichsreserve entnommen wird. Massgeblich zum besseren Ergebnis haben höhere Steuereinnahmen (+ Fr. 312'258.27) und tiefere Aufwendungen bei der stationären Pflegefinanzierung (- Fr. 238'100.00) beigetragen. Ein noch besseres Ergebnis verhinderte bedauerlicherweise eine Wertberichtigung für eine Steuerforderung, bei welcher ein vollständiger Verlust droht.
Für das Jahr 2026 wird eine Zunahme der einfachen Steuer von 3 % budgetiert. Trotz der Umsetzung von mehreren Sparmassnahmen wie der Reduktion von Pensen bei der Gemeindeverwaltung und beim Unterhaltsdienst, der Streichung des Mittagstisches im Oberstufenzentrum Degenau auf das 2. Semester des Schuljahres 2025/2026 und der vorläufigen Nichtbesetzung von Stellen bei der Schulleitung und der Schulsozialpädagogik, sieht sich der Gemeinderat gezwungen, der Bürgerversammlung 2026 eine Steuerfusserhöhung um sieben Prozentpunkte zu beantragen. Auch mit der Steuerfusserhöhung wird für das Jahr 2026 ein Aufwandüberschuss von Fr. 565‘700 vorausgesagt.
Oberstes Ziel des Gemeinderates ist es, mittelfristig ein ausgeglichenes Budget zu erreichen. Dafür werden weitere Sparanstrengungen nötig sein. Dabei gilt es auch rechtliche Änderungen (z.B. Abschaffung des Eigenmietwertes) sowie Kostenverlagerungen von anderen Staatsebenen auf die Gemeinden im Auge zu behalten.
Über die Gemeindefinanzen wird auch am öffentlichen Polit-Treff von Mittwoch, 18. März 2026, 19.00 Uhr, Aula Schulhaus Schwarzenbach, informiert.


