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title: "So schützen Sie Ihr Zuhause"
author: "Kantonspolizei St. Gallen"
published: 2026-11-03
region: "St. Gallen"
canonical_url: https://uzwil.regioticker.ch/article/03-11-26-so-schutzen-sie-ihr-zuhause
publisher: RegioTicker
---# So schützen Sie Ihr Zuhause

**Ein Einbruch bedeutet nicht nur den Verlust von Wertgegenständen. Auch das Gefühl, in den eigenen vier Wänden sicher zu sein, kann darunter leiden. Umso wichtiger ist es, Einbrechern den Zugang möglichst schwer zu machen. Oft helfen bereits einfache Verhaltensregeln. Zusätzlichen Schutz bieten einbruchhemmende Türen, Fenster und technische Hilfsmittel. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt und wie Sie sich im Ernstfall richtig verhalten.**

**Einbrechern keine Gelegenheit bieten**

Einbrecher nutzen häufig günstige Gelegenheiten. Besonders attraktiv sind Wohnungen und Häuser, die unbewohnt wirken oder leicht zugänglich sind. Mit einigen einfachen Massnahmen können Sie das Einbruchrisiko verringern.

- **Türen und Fenster schliessen:** Verschliessen Sie sämtliche Zugänge, auch wenn Sie nur kurz weg sind. Denken Sie dabei auch an Balkon-, Terrassen-, Keller- und Garagentüren. Gekippte Fenster sind offene Fenster.
- **Anwesenheit vortäuschen:** Nutzen Sie Zeitschaltuhren oder intelligente Beleuchtungssysteme, damit Ihr Zuhause auch während Ihrer Abwesenheit bewohnt wirkt. Lassen Sie den Briefkasten regelmässig leeren.
- **Nachbarschaft einbeziehen:** Informieren Sie vertrauenswürdige Nachbarn über längere Abwesenheiten und achten Sie gegenseitig auf ungewöhnliche Vorkommnisse.
- **Keine Schlüssel verstecken:** Deponieren Sie keine Ersatzschlüssel unter Fussmatten, Blumentöpfen oder an anderen vermeintlich sicheren Orten.
- **Wertsachen schützen:** Bewahren Sie Bargeld, Schmuck und wichtige Dokumente möglichst in einem geprüften und fest verankerten Tresor auf.
- **Abwesenheiten nicht öffentlich machen:** Verzichten Sie darauf, Ferien oder längere Abwesenheiten im Voraus in sozialen Medien anzukündigen.

**Türen und Fenster einbruchhemmend sichern**

Wer in ein Gebäude einbrechen will, sucht häufig den Weg des geringsten Widerstands. Deshalb lohnt es sich, besonders auf die Sicherung von Türen und Fenstern zu achten.

Einbruchhemmende Türen verfügen beispielsweise über stabile Schliesssysteme, verstärkte Beschläge und Mehrfachverriegelungen. Bei Fenstern können spezielle Verriegelungen, sogenannte Pilzkopfzapfen, abschliessbare Fenstergriffe und Sicherheitsverglasungen das gewaltsame Öffnen erschweren. Bei Neu- und Umbauten empfiehlt sich der Einbau geprüfter Türen und Fenster der Widerstandsklasse RC 2 oder höher. Diese Bauteile bieten einen erhöhten Widerstand gegen Einbruchversuche. Auch bestehende Türen und Fenster lassen sich häufig mit zusätzlichen Sicherungen nachrüsten. Vergessen Sie dabei weniger offensichtliche Zugänge nicht. Kellerfenster, Lichtschächte, Nebeneingänge sowie Balkon- und Terrassentüren sollten ebenfalls ausreichend geschützt sein. Wichtig ist, dass die verschiedenen Sicherungsmassnahmen aufeinander abgestimmt und fachgerecht eingebaut werden.

**Technische Hilfsmittel ergänzen den Schutz**

Neben mechanischen Sicherungen können auch elektronische Systeme dazu beitragen, Einbrüche zu verhindern oder frühzeitig zu erkennen. Aussenleuchten mit Bewegungsmeldern sorgen beispielsweise dafür, dass Zugangsbereiche bei Dunkelheit beleuchtet werden. Einbruchmeldeanlagen können unbefugte Zutritte erkennen und einen Alarm auslösen. Auch Kameras können abschreckend wirken und bei der Aufklärung von Straftaten helfen. Bei deren Einsatz sind die geltenden Datenschutzbestimmungen zu beachten. Solche Systeme sind eine sinnvolle Ergänzung, ersetzen aber keine stabilen Türen und Fenster.

**Was tun, wenn Sie einen Einbruch bemerken?**

Wenn Sie einen Einbruch beobachten oder vermuten, dass sich unbefugte Personen in Ihrem Zuhause aufhalten, steht Ihre eigene Sicherheit an erster Stelle.

- **Bringen Sie sich in Sicherheit.** Betreten Sie das Gebäude nicht, wenn Sie einen Einbruch vermuten. Befinden Sie sich bereits darin, verlassen Sie es nach Möglichkeit oder ziehen Sie sich in einen sicheren Raum zurück.
- **Vermeiden Sie eine Konfrontation.** Versuchen Sie nicht, die Täterschaft aufzuhalten oder selbst zu verfolgen.
- **Alarmieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 117.**
- **Merken Sie sich wichtige Beobachtungen.** Aussehen, Fluchtrichtung, Fahrzeugtyp oder Kontrollschild können der Polizei bei der Fahndung helfen. Bringen Sie sich dafür aber nicht in Gefahr.

**Nach einem Einbruch: Spuren erhalten**

Stellen Sie fest, dass bei Ihnen eingebrochen wurde, informieren Sie umgehend die Polizei. Verändern Sie möglichst nichts am Tatort. Räumen Sie nicht auf, berühren Sie keine Gegenstände und lassen Sie beschädigte Türen oder Fenster erst nach Rücksprache mit der Polizei reparieren. So können wichtige Spuren gesichert werden. Erstellen Sie anschliessend eine Liste der gestohlenen Gegenstände. Fotos, Seriennummern oder Kaufbelege können bei der Zuordnung helfen. Lassen Sie gestohlene Bankkarten und gegebenenfalls elektronische Geräte sperren. Melden Sie den Schaden auch Ihrer Versicherung.

**Kostenlose Sicherheitsberatung**

Sie möchten wissen, wie gut Ihr Zuhause gegen Einbruch geschützt ist? Die Sicherheitsberatung der Kantonspolizei St.Gallen zeigt Ihnen kostenlos, wo Schwachstellen bestehen und welche Massnahmen sinnvoll sind.

**Kontakt Sicherheitsberatung**

Telefon: 058 229 38 29

E-Mail: [sicherheitsberatung@kapo.sg.ch](mailto:sicherheitsberatung@kapo.sg.ch)

Gerne beraten wir Sie im nächsten Kapo-Ratgeber zu einem anderen Thema.

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