Ein wichtiger Bestandteil der Studie ist die Energieumfrage bei den Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümern sowie Immobilienverwaltungen im Untersuchungsgebiet. Ergänzend zu den Informationen in den Mitteilungsblättern der Gemeinden wurden rund 480 Adressatinnen und Adressaten direkt angeschrieben. Insgesamt gingen 241 Rückmeldungen ein. Die Projektpartner bedanken sich herzlich für das grosse Interesse und die wertvollen Angaben.
Die Auswertung zeigt ein klares Bild: 78 Prozent der Teilnehmenden haben grundsätzlich Interesse an einem Anschluss an ein zukünftiges Wärmenetz.
Auch der gewünschte Zeitpunkt eines Anschlusses liefert wichtige Hinweise für die weitere Planung. Von den Interessierten wünschen sich 57 Prozent einen Anschluss innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre. Weitere 26 Prozent können sich einen Anschluss bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre vorstellen. Dies deutet darauf hin, dass bei vielen Liegenschaften in den kommenden Jahren ein Heizungsersatz ansteht und ein Wärmenetz eine interessante Alternative darstellen könnte.
Über 90 Prozent der erfassten Liegenschaften werden heute noch mit fossilen Energieträgern beheizt. Rund 73 Prozent verfügen derzeit über eine Gasheizung, weitere 18 Prozent über eine Ölheizung. Gleichzeitig würden 85 Prozent der Teilnehmenden das zukünftige Wärmenetz sowohl für die Raumheizung als auch für die Warmwasseraufbereitung nutzen.
Die Ergebnisse der Energieumfrage bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Arbeiten. Gemeinsam mit den erhobenen Wärmebedarfen werden sie nun vertieft ausgewertet. Dabei wird unter anderem geprüft, welche erneuerbaren Energiequellen und Abwärmepotenziale genutzt werden können und wie ein mögliches Wärmenetz aufgebaut werden müsste. Ebenfalls untersucht werden mögliche Synergien mit anderen Projekten, beispielsweise im Umfeld der ARA Thurau oder bei geplanten Tief- und Hochbauprojekten.
Die Machbarkeitsstudie läuft voraussichtlich bis ins erste Quartal 2027. In den kommenden Monaten werden offene Fragen weiter untersucht und verschiedene Lösungsvarianten vertieft beurteilt. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, informieren die Projektpartner über die weiteren Schritte.
Bei Fragen zum Projekt oder zu einem möglichen Anschluss an das zukünftige Wärmenetz steht die WNO gerne unter info@wno.ch oder 071 571 41 41 zur Verfügung.
Wärme Netz Ostschweiz AG



