Die Gemeinde steht vor grossen Investitionen in neuen Schulraum. Finanzpolitisch ordnet der Gemeinderat diesem Thema vieles unter. Er hat beispielsweise die kurz- und mittelfristig geplanten Investitionsvorhaben kritisch überprüft und neu priorisiert. Der Schwerpunkt liegt darauf, Schulraum zu schaffen. Entsprechend befindet die Uzwiler Bürgerversammlung vom 30. November über weniger Investitionsvorhaben als in anderen Jahren, Schwerpunkt bildet die Schule.

Millionen für Provisorien
Sieben neue Investitionsvorhaben sind Teil des Budgets. Davon betreffen vier die Bildung. Für fast 2,5 Mio. Franken entstehen Schulraumprovisorien. Einerseits für die Oberstufe, weil das Problem des fehlenden Schulraums dort ankommt. Auf dem Areal des BZWU entsteht für die Oberstufe eine einfache Container-Lösung mit vier Klassenzimmern und einem Gruppenraum. Das Provisorium ermöglicht einen geordneten Schulbetrieb, ohne einer langfristigen Lösung vorzugreifen. Anderseits ist das Bauprovisorium für die Schulraumerweiterung Herrenhof Teil des Budgets. Mit der Sanierung und Erweiterung des Herrenhofs wird im Sommer 2027 gestartet. Wegen der umfangreichen baulichen Eingriffe, der Emissionen und der Risiken für den Schulbetrieb können verschiedene Klassenzimmer während der Umbauzeit nicht genutzt werden. Ursprünglich bestand die Absicht, die Schülerinnen und Schüler während der Bauzeit in die Uzeschule zu zügeln. Durch das Nein zur neuen Schulanlage Sonnmatt kann diese Rochade nicht stattfinden. Vorübergehend entsteht deshalb eine einfache Container-Lösung mit insgesamt acht Klassenzimmern auf dem Areal der Schulanlage Schöntal. Insgesamt vergrössert sich der Container-Park damit deutlich. Schon mit dem Budget 2026 wurden gut 2,3 Mio. Franken für die Provisorien Kirchstrasse, Neuhof und Oberberg bewilligt.

Bestehenden Schulraum unterhalten
Nicht nur neuer Schulraum beschäftigt. Regelmässig investiert Uzwil in den Unterhalt bestehender Schulanlagen, um sie à jour zu halten und an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Gut 1,8 Mio. Franken sollen nächstes Jahr in die Schulanlage Oberberg in Henau investiert werden. Schwerpunkt bilden die Klassenzimmer. Dort werden Beleuchtung, Wandoberflächen, Bodenbeläge, Wandschränke, Wandtafeln, Türen und Fenster erneuert. Für gut 600’000 Franken sollen zudem im alten Herrenhofschulhaus – es dient seit über 130 Jahren als Schulhaus – die Klassenzimmer erneuert werden.

Hochwasserschutz
Mit rund 1,3 Mio. Franken grösstes Investitionsvorhaben ausserhalb der Schulen ist der Hochwasserschutz am Henauer Dorfbach. Seine Eindolung ist zu klein. Der Bach ist deshalb bei Hochwasser ein erhebliches Risiko für das Dorf. Mit dem Eingriff soll die Abflusskapazität erhöht werden, damit Hochwasser künftig sicher abgeleitet wird und die betroffenen Siedlungsgebiete vor Überschwemmungen geschützt sind. Dazu wird die Eindolung ausgebaut, das offene Gerinne ausgeweitet und der Geschiebe- und Schwemmholzrückhalt optimiert. Zum Projekt gehört auch, einen Abschnitt des Baches offenzulegen und ökologisch aufzuwerten. 300’000 Franken sind zudem für andere Hochwasserschutzmassnahmen vorgesehen.

Beleuchtung erneuern
Und schliesslich wird für 250’000 Franken die Beleuchtung des Platzes 1 in der Rüti erneuert. Sie stammt noch aus der Anfangszeit der Anlage und ist am Ende der Lebensdauer. Wer wills ihr nach über 40 Betriebsjahren verübeln. Neu entsteht eine sparsame LED-Beleuchtung. Die Kosten werden über den Energiefonds finanziert.

Budgetheft
Die einzelnen Vorhaben sind im Budgetheft beschrieben. Es gelangt anfangs November in die Haushaltungen.