Am Mittwochnachmittag meldete sich ein 93-jähriger Mann bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen. Er gab an, von einem angeblichen Sicherheitsmitarbeiter einer Bank kontaktiert worden zu sein. Dieser habe ihn aufgefordert, eine grössere Geldsumme abzuheben und diese am Folgetag an einem noch zu bestimmenden Ort zu deponieren.
Nach Eingang der Meldung nahm die Kantonspolizei St.Gallen die Ermittlungen auf. Am Donnerstagnachmittag konnte im Raum Wil ein Mann angehalten und festgenommen werden, der im Verdacht steht, als Geld-Abholer mit dem versuchten Betrug in Verbindung zu stehen. Dem 93-Jährigen entstand kein finanzieller Schaden. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 38-jährigen Ukrainer, der als Tourist in die Schweiz eingereist war. Die Kantonspolizei St.Gallen tätigt im Auftrag der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen die weiteren Ermittlungen. Dabei wird auch geprüft, ob der Mann mit weiteren Delikten in Verbindung steht.
Hohe Deliktssumme allein seit Anfang August
Die Kantonspolizei St.Gallen stellt jüngst wieder eine Zunahme von Telefonbetrügen fest, bei denen es zu Geldübergaben kam. Allein seit Anfang August gingen Anzeigen in sechs Fällen ein. Die Deliktsumme aller Fälle wird nach ersten Tatbestandsaufnahmen auf rund 400'000 Franken geschätzt.


