Wenn komplexe Rückbauprojekte anstehen, sind oft Spezialisten gefragt. Die Stora AG mit Sitz in Uzwil übernahm den Rückbau des Erlenmatt-Turms, der mit einer Höhe von 53 Metern als der höchste Abluftkamin der Schweiz galt und nicht mehr benötigt wurde. Eine Sprengung des massiven Bauwerks kam für die Verantwortlichen nicht infrage. Der Grund dafür war die direkt angrenzende Basler Autobahn-Nordtangente. Eine Sprengung hätte eine rund einwöchige Sperrung dieser Hauptverkehrsachse erfordert, was verkehrstechnisch nicht tragbar war.
Die Spezialisten der Stora AG mussten daher eine andere Methode wählen. Der Betonturm wurde von den Arbeitern scheibchenweise abgefräst. Die abgetragenen Betonteile wurden anschliessend kontinuierlich abtransportiert. Dieses präzise Verfahren verhinderte längere Verkehrsunterbrüche auf der nahegelegenen Autobahn.
Das aussergewöhnliche Bauprojekt und die Fachkompetenz der Uzwiler Firma stiessen auch auf mediales Interesse. Das Schweizer Fernsehen berichtete in der Sendung Schweiz aktuell über den schrittweisen Rückbau des Riesenkamins in Basel: