Kathrin Germann, was macht die Oberuzwiler Bundesfeier jeweils besonders?
Die Bundesfeier ist mehr als ein offizieller Anlass. Sie bringt Menschen aus allen Dorfteilen zusammen – Familien, Vereine, ältere Menschen, Kinder und Jugendliche. Gerade diese Mischung macht den Abend wertvoll. Man trifft sich, kommt ins Gespräch und erlebt Gemeinschaft.
Dieses Jahr findet die Feier in Bichwil statt. Worauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher freuen?
Auf einen stimmungsvollen Abend mit Festwirtschaft, Musik, Festrede, Landeshymne, Lampionumzug und – sofern es die Lage zulässt – dem traditionellen Funken. Besonders freue ich mich auf die Festrede von Andrin Huber und die musikalische Unterhaltung.
Ein solcher Anlass lebt stark vom freiwilligen Einsatz.
Unbedingt. Ohne Vereine, Helferinnen und Helfer wäre eine Bundesfeier in dieser Form nicht möglich. Es braucht Menschen, die vorbereiten, aufstellen, bewirten, organisieren, aufräumen und im Hintergrund Verantwortung übernehmen. Dafür gebührt dem STV Bichwil, der Frauengemeinschaft Bichwil und allen Beteiligten ein grosser Dank.
Nur wenige Tage später folgt bereits die Serenade. Was erwartet das Publikum dort?
Die Serenade ist ein wunderbarer Abschluss der Sommerferienzeit. Dieses Jahr treten die «Enderlin Chicks» auf. Sie verbinden Appenzeller Mundart, Folk, Country und Jodelklänge. Das passt sehr gut zu einem gemütlichen Sommerabend in Oberuzwil. Das Areal beim Oberstufenzentrum Schützengarten ist ab 19.00 Uhr geöffnet, das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei und die Kulturkommission offeriert einen Apéro.
Warum sind solche Anlässe für die Gemeinde wichtig?
Kultur muss nicht immer gross und aufwendig sein. Entscheidend ist, dass Menschen zusammenkommen. Die Bundesfeier und die Serenade schaffen genau solche Begegnungen. Sie stärken das Dorfleben – unkompliziert, offen und für alle zugänglich.
Was wünschen Sie sich für diese beiden Abende?
Viele Besucherinnen und Besucher, gute Begegnungen und einen bewussten Umgang miteinander und mit unserer Umgebung. Gerade wegen der Trockenheit ist Rücksicht besonders wichtig. Ich freue mich, wenn wir gemeinsam feiern – aber mit Verantwortung.
Der Funken gehört für viele zur Bundesfeier. Was passiert, wenn er wegen Trockenheit nicht angezündet werden darf?
Dann steht die Sicherheit klar an erster Stelle. Der Funken ist eine schöne Tradition, aber kein Risiko wert. Wenn die Waldbrandgefahr oder behördliche Vorgaben ein Anzünden nicht zulassen, wird darauf verzichtet. Die Bundesfeier bleibt trotzdem eine richtige Bundesfeier – mit Festwirtschaft, Musik, Festrede, Landeshymne und viel Begegnung. Gerade das gemütliche Zusammensein kann dann noch stärker zum symbolischen Abschluss des Abends werden.
Wenn der Funken nicht brennen darf
Der Funken ist ein stimmungsvoller Abschluss der Bundesfeier. Bei anhaltender Trockenheit gilt aber: Sicherheit geht vor Tradition. Falls die Waldbrandgefahr ein Anzünden nicht zulässt, wird der Funken nicht entfacht. Die Organisatoren entscheiden dies in Absprache mit den zuständigen Stellen und informieren vor Ort. Die Bundesfeier findet trotzdem statt – mit Festwirtschaft, Musik, Festrede, und Landeshymne. Beim Lampionumzug dürfen auf Grund der Trockenheit allenfalls nur elektrische Kerzen eingesetzt werden.
Danke für Ihr Verständnis:
Ein nicht angezündeter Funken ist kein verlorener Brauch, sondern ein Zeichen von Verantwortung gegenüber Natur, Bevölkerung und Einsatzkräften.