Am Samstagmittag empfing der FC Uzwil auf dem heimischen Sportplatz Rüti in Henau den oberklassigen FC Tuggen zu einem unterhaltsamen Testspiel. Am Ende mussten sich die Einheimischen zwar deutlich geschlagen geben, doch das Resultat widerspiegelt den Spielverlauf über weite Strecken nur unzureichend.
Die Gäste aus dem Kanton Schwyz erwischten einen Traumstart: Bereits nach zwei Minuten zappelte der Ball im Netz der Uzwiler. Der Führungstreffer für den Erstligisten war ein echtes Kunstwerk, erzielt durch einen herrlichen Fallrückzieher. Wer nun dachte, die Uzwiler wären dadurch aus der Bahn geworfen worden, sah sich getäuscht. Die Gastgeber erholten sich rasch von dem frühen Schock und fanden immer besser in die Partie.
Nach einer halben Stunde belohnte Salvatore Genovese den engagierten Auftritt der Uzwiler. Mit einem sehenswerten Weitschuss bezwang er den gegnerischen Torhüter und traf zum verdienten 1:1-Ausgleich. Bis zum Pausenpfiff blieb die Begegnung absolut ausgeglichen, und die Zuschauer auf der Rüti sahen ein Duell auf Augenhöhe.

Erste Halbzeit top, zweite eher flop

In der zweiten Halbzeit nutzten beide Trainer die Gelegenheit, kräftig durchzuwechseln und neuen Kräften Spielpraxis zu geben. Diese personellen Rochaden wirkten sich negativ auf den Spielfluss der Gastgeber aus. Während beim FC Uzwil die defensive Stabilität verloren ging, zeigte sich der Spitzenclub aus Tuggen eiskalt und extrem zielstrebig im Abschluss. Die Schwyzer nutzten die Abstimmungsprobleme in der Uzwiler Hintermannschaft konsequent aus und erzielten im zweiten Durchgang noch fünf weitere Treffer zum 1:6-Endstand.
(Text und Bilder: Jürg Grau)