Dieses Jahr besuchten rund 250 Personen einen von Energie und Freude an Musik und Gesang durchzogenen Abend. Der Regenradar lag zum Glück falsch – es blieb bei einem lauen Sommerabend. Die zwei Schwestern Martina und Lucky Enderlin begeisterten zusammen mit der Geigenvirtuosin Eva Wey und der ausgezeichneten Bassistin Madlaina Küng das Oberuzwiler Publikum während gut eineinhalb Stunden. Alle aufspielenden Frauen haben eine solide Ausbildung absolviert und dabei ihren musikalischen Horizont erweitert. Denn nebst der traditionellen Volksmusik begeistern sich die Schwestern auch für irische sowie für Country-Musik, schreiben eigene Lieder im Appenzeller Dialekt und verzücken damit ihr Publikum. Schon mit dem ersten Lied «Herzklopfen» zeigte das Quartett, dass Lebensfreude zu seinem Motto gehört. Auch ein brandneuer Titel namens «Fiire» wurde vorgestellt.

Violonistin Eva Wey spielt in ganz unterschiedlichen Formationen mit ganz unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung. Bei Auftritten mit den Enderlin-Chicks setzt sie mit ihrem Geigenspiel Akzente, die wunderbar zu den Stimmen der beiden Schwestern passen. Die Musikerin Madlaina Küng tritt genau wie Eva Wey in den unterschiedlichsten Formationen auf, dies auch ausserhalb der Schweizer Grenzen. Mit ihrem riesigen Instrument bildet sie das Klangfundament des Quartetts.

Nach der Pause stimmten die zwei Schwestern auch ein Zäuerli an, ein «Lied ohne Worte». Das Publikum hörte andächtig zu. Bass und Geige unterstützten da nur ganz dezent, sodass man die schönen, klangvollen Stimmen der Frauen richtig geniessen konnte.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich gerade kleine Kinder ihr eigenes Programm machen. Während die Eltern entspannt die Musik geniessen, benutzt ihr Nachwuchs die Gelegenheit zur Erkundigung des Geländes. Ohne die Arbeit von Menschen im Hintergrund könnte ein derartiger Anlass niemals durchgeführt werden. Sie tragen zu einem Gemeinschaftserlebnis bei, welches das dörfliche Zusammenleben stärkt. Dies sollte auch geschätzt werden.

Ein ausführlicher Bericht dazu kann auf kulturnotizen.ch nachgelesen werden.

Annelies Seelhofer-Brunner