Die Kosten für die Beschaffung von Strom am Markt sind gesunken. Dadurch kann das EW Zuzwil die Energiepreise für das kommende Jahr 2027 leicht reduzieren.

Netznutzung wird etwas teurer

Die Kosten für die Nutzung des Stromnetzes steigen. Gründe dafür sind unter anderem höhere Kosten der übergeordneten Netze sowie notwendige Investitionen in die Netzinfrastruktur. Damit stellt das EW sicher, dass das Stromnetz auch künftig zuverlässig funktioniert und für die Anforderungen der Energiewende gerüstet ist.

Leistung wird wichtiger

Bei den Haushaltstarifen wird die gleichzeitig bezogene Leistung stärker berücksichtigt. Entscheidend ist dabei die höchste Leistungsspitze während 15 aufeinanderfolgenden Minuten innerhalb eines Monats. Wer mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig betreibt, kann dadurch höhere Netzkosten verursachen. Es kann sich deshalb lohnen, grössere Verbraucher wie Backofen, Waschmaschine, Tumbler, Kochherd, Boiler oder Elektroauto nicht gleichzeitig, sondern zeitlich versetzt zu betreiben beziehungsweise aufzuladen. Auch eine reduzierte Ladeleistung beim Elektroauto kann helfen, Leistungsspitzen zu minimieren.

Tarifzeiten bleiben unverändert

Die Tarifzeiten für Hoch- und Niedertarif bleiben unverändert. Der Niedertarif gilt weiterhin täglich von 10 bis 17 Uhr. Ausserhalb dieser Zeit gilt der Hochtarif. Auch an Wochenenden und Feiertagen bleiben diese Tarifzeiten bestehen. Den Kundinnen und Kunden wird empfohlen, die Einstellungen von Wärmepumpe, Ladestationen für Elektroauto, Waschmaschine, Geschirrspüler, Boiler, Heubelüfter und anderen programmierbaren Geräten zu überprüfen. Die Geräte können weiterhin entsprechend den bisherigen Tarifzeiten betrieben beziehungsweise programmiert werden. Eine Anpassung der Schaltzeiten aufgrund der Tarifänderung 2027 ist nicht erforderlich, sofern die Geräte bereits auf den Niedertarif von 10 bis 17 Uhr eingestellt sind.

Vergütung für Solarstrom bleibt unverändert

Die Vergütung für ins Netz eingespeisten Solarstrom erfolgt auch im Jahr 2027 weiterhin auf Basis des vierteljährlich gemittelten Referenz-Marktpreises des Bundes. Die Vergütung für die dazugehörigen Herkunftsnachweise (HKN) ist neu zwischen Sommer- und Winterperiode unterschiedlich. Damit wird berücksichtigt, dass Solarstrom je nach Jahreszeit unterschiedlich verfügbar und wertvoll ist.

Weitere Preise bleiben unverändert

Die Preise für das Messwesen sowie der Netzzuschlag und die Gemeindeabgabe bleiben unverändert. Bei den gesetzlichen Abgaben gibt es insgesamt eine leichte Entlastung.

Kostenloses Kundenportal

Mit dem kostenlosen Kundenportal des EW unter www.strom.zuzwil.ch haben alle Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihren Stromverbrauch einfach und übersichtlich zu verfolgen. Im Kundenportal können die persönlichen Lastgänge rückwirkend eingesehen werden. So lässt sich erkennen, wann und wie viel Strom verbraucht wurde. Dies hilft dabei, den eigenen Stromverbrauch besser zu verstehen und gezielt zu optimieren. Gerade im Hinblick auf die stärkere Gewichtung der Leistungskomponente kann das Kundenportal hilfreich sein: Wer seine Verbrauchsspitzen kennt, kann gezielt prüfen, welche Geräte dafür verantwortlich sind und deren Betrieb gegebenenfalls zeitlich verschieben. Das Kundenportal ist kostenlos und für alle Kundinnen und Kunden zugänglich.

Fazit

Trotz höherer Netzkosten können die Strompreise für das Jahr 2027 dank tieferer Energiepreise insgesamt um durchschnittlich rund zwei Prozent gesenkt werden. Je nach individuellem Verbrauchsverhalten können die tatsächlichen Gesamtkosten beziehungsweise Durchschnittspreise jedoch tiefer oder höher ausfallen. Unter www.zuzwil.ch finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der Preisanpassungen.