Das Uzwiler Quartett jubelt über den Gewinn der Silbermedaille in Ludwigsburg (Fotos z.V.g.)
Der Vierer aus Uzwil fuhr am Freitag in Ludwigsburg in die Halle, um die Schweiz an den Hallenradsport-Weltmeisterschaften zu vertreten. Nach den Weltmeistertiteln in den vergangenen zwei Jahren trat das Team in einer neu zusammengestellten Formation bei den Titelkämpfen nahe Stuttgart an. Im vergangenen Winter war die Equipe mit dem klaren Ziel neu formiert worden, sich für die WM zu qualifizieren.
Für Rhea Martinez und Geraldine Unternährer war es der erste Auftritt auf der ganz grossen internationalen Bühne. Sie bilden die Uzwiler Formation gemeinsam mit Selina Niedermann und Valerie Unternährer. Zwar durfte das Team bereits im Frühling dieses Jahres an der Elite-EM starten und erste Erfahrungen sammeln, doch die Kulisse dort war noch deutlich kleiner als bei den Weltmeisterschaften in Ludwigsburg. Im Vorfeld half der gegenseitige Rückhalt im Team sowie die Unterstützung von rund 20 mitgereisten Uzwiler Fans, die Nervosität vor dem Start zu bewältigen.
Überwiegend erfolgreiche Saison
Der Weg nach Ludwigsburg verlief grösstenteils erfolgreich. Die Qualifikationsphase verlief meist positiv: Neben konstant sehr guten Resultaten gab es nur vereinzelt Küren mit Stürzen. Das primäre Ziel lautete stets, möglichst viel Sicherheit auf der Fläche zu gewinnen. Am Ende entschied das Uzwiler Quartett die Qualifikation souverän für sich. Ein Glanzlicht der bisherigen Saison war zudem der Titelgewinn an den Schweizer Meisterschaften.
Dass das Highlight in Ludwigsburg überhaupt stattfinden konnte, war lange Zeit unsicher. Erst vor wenigen Wochen wurde klar, dass die Titelkämpfe am Ersatzort ausgetragen werden, nachdem die ursprünglich für Mitte Oktober geplante WM im englischen Derby im September abgesagt werden musste. Die Uzwilerinnen reisten anschliessend mit einer klaren Erwartung an: eine tolle Kür abzuliefern und sich die Silbermedaille zu sichern.
Als am Freitagabend kurz nach der Eröffnungsfeier die Musik einsetzte, fokussierten sich die Athletinnen ganz auf ihre Darbietung. Die Kür verlief zwar nicht ganz sturzfrei, doch die gezeigten Figuren und Elemente präsentierte das Quartett sauber und präzise. Einzig dem Heimteam aus Deutschland mussten sich die Schweizerinnen geschlagen geben, während sie das Team aus Frankreich auf Distanz hielten. Dahinter platzierten sich Hongkong und Ungarn.
Am Ende bedeutete die Leistung Rang zwei und damit den angestrebten Gewinn der Silbermedaille. Nach den Titelgewinnen in den Vorjahren steht der Verein damit auch 2026 wieder auf dem WM-Podium. Der Terminkalender bleibt jedoch gefüllt: In drei Wochen steht bereits der Saisonabschluss mit dem Weltcupfinale im französischen Dorlisheim an.


