Strassen, Gewässer und Grünflächen unterhalten, die Gemeinde sauber halten: Das braucht Menschen, Maschinen, Fahrzeuge, Geräte und Material. Zeitgemässen Raum dafür schafft der neue Werkhof. Erste Anläufe dafür gab es vor rund 50 Jahren. Seit mehr als 40 Jahren ist der Standort für das Vorhaben reserviert.
Auf Kurs
Die Arbeiten am neuen Werkhof am Hummelweg laufen planmässig. Das Gebäude ist praktisch fertig, die Beläge rundherum ebenfalls. Gearbeitet wird noch am Innenausbau, an den Sanitäranlagen und an den Betriebseinrichtungen. Die Endkostenprognose liegt innerhalb des bewilligten Kredits von gut 13 Mio. Franken. Ein Grossteil der Arbeiten wurde und wird vom lokalen und regionalen Gewerbe ausgeführt. Das ist ein gutes Zeichen für seine Konkurrenzfähigkeit. Schweizer Holz prägt das Gebäude. Gegen Ende Jahr ist der Werkhof fertig. Wann gezügelt wird, ist auch vom Wetter abhängig. Winterdienst mit langen Ar-beitstagen und kurzen Nächten verträgt sich nicht mit Zügeln. Zeigt sich der Winter zurückhaltend, beginnt das Team im Dezember damit, Material aus den verschiedenen Aussenstandorten in die Lagereinrichtungen des neuen Werkhofs zu zügeln.
Verkehr und Abfall
Die meisten Ressourcen setzt der Werkhof für Verkehrswege ein. 110 Kilometer Gemeindestrassen, 18 Kilometer Gemeindewege, 40 Kilometer Trottoirs. Aneinandergereiht reicht das von Uzwil bis Burgdorf. Ziemlich weit. Egal, ob Herr und Frau Uzwiler zu Fuss, mit dem Velo, dem Auto unterwegs sind: Sie nutzen die Infrastruktur, welche der Werkhof unterhält, reinigt, von Schnee und Eis befreit. Der Werkhof kümmert sich um eine saubere Gemeinde. Nach den Verkehrswegen ist das der zweitgrösste Aufgabenschwerpunkt. Mehr als 150 öffentliche Abfallkübel ermöglichen Menschen, die sich korrekt verhalten wollen, ihren Abfall richtig zu entsorgen.
Auswüchse der Gesellschaft
Marko Calic, Leiter des Werkhofes: «Unsere Mitarbeitenden sind täglich auf Kübeltour. Immer mehr stellen sie dabei fest, dass Menschen ihren Hauskehricht in öffentliche Abfallkübel stopfen. Oder ihren Abfall achtlos wegwerfen. Auch wenns direkt neben einem Abfallkübel ist. Das stimmt nachdenklich.» Mit Blick auf die Gesellschaft ist davon auszugehen, dass der Aufwand des Werkhofs für eine saubere Gemeinde weiter steigt. Auswüchsen der Gesellschaft begegnet der Werkhof auch in anderen Themen. «Praktisch wöchentlich fischen wir Velos aus der Uze, die nicht von selbst dort landeten» so Marko Calic. Auch Sprayereien, Schmierereien und Kleber an öffentlichen Einrichtungen binden Ressourcen. Umso mehr freuen er und sein Team sich, dass sie für ihre Arbeit für den Lebensraum schon bald über eine zeitgemässe Einsatzbasis verfügen.



